Welche Ausstattung soll unser neues Eigenheim haben?

Wollen Sie Massiv oder aus Holz bauen?

Ein Haus aus Stroh, wie bei den drei kleinen Schweinchen, kommt wohl in unseren Regionen nicht in Frage. Holz als Werkstoff, ist jedoch sehr populär geworden. Holz ist umweltfreundlich, da in ihm CO2 gespeichert wird, welches sonst die Atmosphäre „belasten“ würde. Holz soll eine sehr angenehme Wohnatmosphäre und ein natürliches Raumklima durch seine hervorragenden Dämmeigenschaften schaffen. Preisgünstiger sind Holzhäuser nicht. Ganz im Gegenteil. Vergleichbare Hausgrößen sind aus Holz meistens teurer. Holz bewegt sich im Laufe der Zeit. Risse in den Wänden können nicht ausgeschlossen werden. Ein Knarren der Balken an den Verbindungen könnte mit der Zeit, und ab mäßigem Wind zu hören sein. Die Zimmerdecke aus Holz ist bei Holzhäusern meistens obligatorisch und die damit verbundenen Vor- und Nachteile (weiter unten) inklusive.

Treffen Sie Ihre Auswahl nicht nur auf der Grundlage „Holzhaus oder Stein-auf-Stein“.
Denn zur Beurteilung der baulichen Qualität eines Hauses müssen alle baurelevanten Faktoren hinzugezogen werden: die Planung, die Konstruktion, die verwendeten Baustoffe und die Bauausführung. Denn die Hauptbaustoffe Holz, Ziegel oder Beton sagen zunächst nichts über die Qualität eines Hauses und über seine Lebensdauer aus. Vielmehr gibt es erhebliche Unterschiede bei den gleichen Baustoffen und Konstruktionsweisen, die sich auf die Qualität und den Preis auswirken. Selbst Ziegel ist nicht gleich Ziegel und Porenbetonstein nicht gleich Porenbetonstein. Achten Sie deshalb nicht nur auf den Preis, sondern vergleichen Sie den Wärme- und Schallschutz der Wände. Ziehen Sie zum Vergleich auch die Angaben über die jeweilige Wandstärke hinzu. Der Umfang der Vorfertigung beim Holz- wie Massivbau, große Steinformate, vorgefertigte Stürze und Deckenelemente bieten darüber hinaus die Möglichkeit, die Rohbauzeit und damit Baukosten einzusparen.

Lebensdauer
Gern wird behauptet, dass Holzhäuser nicht die gleiche „Lebenserwartung“ haben wie Stein-auf-Stein errichtete Häuser. Für die Lebensdauer eines Holzhauses ist – wie beim Massivhaus – die ausreichende Standsicherheit ein wesentliches Kriterium. Die tragende Holzkonstruktion muß den statischen Erfordernissen entsprechen und nach den Regeln der Technik errichtet sein. Für eine langfristige Nutzung ist beim Holzhaus entscheidend, ob, in welchem Umfang und wie lange die Holzkonstruktion von Feuchtigkeit beansprucht wird und ob Feuchteschäden auftreten können. Wenn den Anforderungen des konstruktiven Holzschutzes Rechnung getragen wird, indem trockenes Holz (Feuchtegehalt unter 20 Prozent) verbaut, breite Dachüberstände und hinterlüftete Außenwandkonstruktionen ausgewählt und Sperrschichten wie z.B. Folien eingebaut werden, kann die Feuchtigkeit verhindert und Schädlingen keine Lebensgrundlage geboten werden.

Schallschutz
Ein guter bis höherer Schallschutz ist beim gemauerten Massivbau konstruktiv leichter zu erreichen. Kostengünstige Holzbalkendecken oder Leichtbauwände weisen nicht die gleiche Schalldämmung auf wie einfache Massivbaukonstruktionen. Soll bei Holzkonstruktionen ein ausreichender bis hoher Schallschutz erreicht werden, ist dies mit zusätzlichen und kostenintensiveren Maßnahmen verbunden. Achten Sie deshalb besonders bei Holzbauangeboten auf den Schallschutz!

Wärmeschutz
Der Wärmeschutz von Außenwänden in Holzbauweise überbietet bei relativ einfacher Konstruktion den baulichen Wärmeschutz von Massivhauswänden. Deshalb werben viele Anbieter von Holzhäusern mit einem – nicht immer nachgewiesenen – 3 Liter-, Thermo-Niedrigenergiehausstandard oder zumindest mit dem U-Wert ihrer Außenwände. Häufig entsprechen die U-Werte der anderen Bauteile zwar nicht in gleich guter Weise denen der Außenwände. Viele Häuser erreichen trotzdem eine gute energetische Qualität, weil der Wärmeschutz der Außenwände den nicht immer günstigen Wärmeschutz der anderen Außenbauteile aufwiegt.
Lassen Sie sich von möglichst allen Außenbauteilen die U-Werte geben sowie die Wärmeleitgruppe der Dämmstoffe nennen. Auch den Energiebedarfsausweis vor Vertragsabschluss vorlegen (bei Typenhäusern ist dies möglich), wenn Sie einen Energieberater oder unabhängigen Planer zur Hand haben, der Ihnen den Ausweis erläutern kann.

Wärmespeichervermögen
Bei massiven (Zwischen)-Wänden und Decken ist das Wärmespeichervermögen besser als bei leichten Wänden (z.B. Holzwänden). Massive Wände speichern die Wärme und geben sie zeitverzögert wieder an die Raumluft ab. Dies bewirkt ein langsames Abkühlen der Raumlufttemperatur im Winter und natürlich auch ein verzögertes Aufheizen im Sommer.

Luftdichtigkeit
In der Praxis sind die meisten Häuser – Massiv- wie Holzhäuser – nicht ausreichend luftdicht, wenn die Luftdichtigkeit nicht mit Hilfe eines Blower-Door-Tests gemessen und die „Lecks“ dann abgedichtet werden.
Undichtigkeiten in der Gebäudehülle führen zu erhöhten Wärmeverlusten und damit zu höheren Energiekosten. Außerdem sind Undichtigkeiten auch eine häufige Ursache für Feuchtigkeitsprobleme und -schäden (zum Beispiel Holzfäule, Schimmelpilz- und Insektenbefall). Deshalb ist in der neuen Energie-Einsparverordnung (EnEV) die Luftdichtigkeit vorgeschrieben – allerdings wird ihre Überprüfung nicht verlangt.

Hinweis: Vereinbaren Sie im Bauvertrag die Durchführung des Blower-Door-Tests, auch wenn sie diesen zusätzlich bezahlen müssen. Lassen Sie sich das Testprotokoll aushändigen.

Platzsparende Außenwände
Sichtbare Unterschiede zwischen Holzbau- und Massivbauwänden finden sich bei den Wandstärken: Bei gleicher Wärmedämmfähigkeit haben Holzwände geringere Querschnitte und sind damit in der Regel „raumsparender“ als massive, gemauerte Außenwände. Dies kommt besonders auf kleinen Grundstücken der Wohnfläche zu-gute.
Ein Rechenbeispiel dazu: Auf einem Grundstück ist eine maximale Ausnutzung von 10 m x 10 m vorgesehen. Wenn die Außenwände an diese Grenze gebaut werden, so ergibt sich bei einer 0,25 m starken, verputzten Wand in Holztafelbauweise im Vergleich zu einer 0,45 m starken, verputzten Massivwand mit Luftschicht und Vorsatzschale (Klinker) ein Gewinn von 0,20 m für die Wohnfläche. Bei einer zweigeschossigen Bauweise sind dies rund 16 m2 (= 0,20 m x 40 laufende Meter x 2 Geschosse). Kostet der Quadratmeter Wohnfläche mindestens 1.000 €, so wird die massive Konstruktion etwa 16.000 € teurer, und der Wohnfläche gehen 16 m2 verloren.
Sind keine Baugrenzen vorgeschrieben, so können die „Mehrkosten“ dem Grundstückspreis zugerechnet werden. Das wären bei 8 m2 und einem Grundstückspreis von 250 € auch immerhin noch Mehrkosten von 2.000 €.

Baufeuchtigkeit
Beim „Stein“- oder„Beton“- Haus ist die Baufeuchtigkeit höher als beim Holzhaus, da bei der Verarbeitung von Beton, Mörtel, Putz, Estrich und Anstrich viel Wasser verbaut wird. In den ersten drei Jahren etwa muss deshalb – je nach Konstruktion – mit einer höheren Luftfeuchtigkeit im Massivhaus gerechnet werden. Damit diese Feuchtigkeit verdunsten kann, muss kontinuierlich in regelmäßigen Abständen gelüftet werden. Ebenso sind alle Wandbekleidungen und -zustellungen zu vermeiden, die das Austrocknen verhindern. In dieser Zeit ist der Heizenergieverbrauch in der Regel etwas höher, bis das Haus „trocken gewohnt“ ist.

Autorin: G. Heinrich

http://www.wohnen-im-eigentum.de/haus/fertighaus_holzstein.html

Brauchen Sie einen Keller?

Ein Keller ist ein zusätzlicher wertvoller Raumgewinn. In einem Keller können ein Hobbyraum mit Fitnessgeräten, Sauna oder Billardtisch eingerichtet werden. Im Keller finden auch Waschmaschine, Heizanlage oder ggf. ein Fahrzeug Platz. Ein Keller ist aber auch immer mit Zusatzkosten verbunden. Außerdem ist es sehr wichtig, dass ein Keller professionell errichtet wird, sonst werden Sie wenig Freude daran haben. Was aber heißt hier professionell? Man kann einen Keller auf einem einfachen Fundament mit dafür geeigneten Steinen und Kelleraußenwandversiegelung errichten. Ein so konstruierter Keller (auch schwarze Wanne genannt) wurde jahrelang so gebaut und funktioniert auch als ganz normaler Keller. Man kann einen Keller aber auch mit einer Dreischeibenwand oder einer ThermoSafePlus-Wand (http://www.glatthaar.com) bauen und somit den Wärmeverlust und das Eindringen von Feuchtigkeit und somit die Entstehung von modrigen Gerüchen um bis zu 99,9% reduzieren.
Mein persönlicher Rat lautet. Ja zum Keller, wenn der Grundwasserspiegel dauerhaft mindestens drei Meter unter der Erdoberfläche liegt und die Grundfläche des Hauses ein fünftes oder sechstes Zimmer auf zwei Ebenen nicht zulässt. Auch ein Teilkeller ist nicht außergewöhnlich und kostet nur die Hälfte bis ein Drittel eines Vollkellers. Jedes zweite Bauunternehmen baut Ihnen ohne Schwierigkeiten ein sehr gutes Haus. Aber nicht zwingend auch einen geeigneten Keller. Wenn Sie keine bösen Überraschungen erleben möchten, lassen sie sich vor dem Bauvertrag die Unterlagen für die Kellerkonstruktion geben. Wenn das Bauunternehmen Erfahrungen mit gut konstruierten Kellern hat, wird es Ihnen die Unterlagen zur Verfügung stellen und Ihnen alles genau erläutern können. Ein Keller muss den Grundwasser- und Bodenbedingungen angepasst werden. Stichworte sind hier Schwarze und Weiße Wanne, aufstauendes, stauendes oder drückendes Wasser. Den Keller und das Haus von verschiedenen Unternehmen bauen zu lassen, ist nicht außergewöhnlich. Auch wenn Ihnen das Hausbauunternehmen etwas anderes erzählt. Ein seriöses Bauunternehmen, baut nach den Wünschen des Bauherrn und nicht nach eigenen altertümlichen Vorstellungen.

Möchten Sie zur Dacheindeckung Beton, Ton, Bitumen oder Reet verwenden?

Bitumen auf dem Dach eines Einfamilienhauses zu verwenden ist eher ungewöhnlich, da die Lebensdauer mit 15-25 Jahren sehr gering ist. Besonders auf der Südseite ist durch die stärkere Sonneneinstrahlung die Ausdehnung des Materials sehr stark. Bitumen ist jedoch besonders günstig. Für Garagen- und Bungalowdächern wird Bitumen jedoch aus Kostengründen und der Flachdachkonstruktion sehr bevorzugt. Reet ist das an Ufern oder sumpfigen Gewässern wachsende Schilfrohr. Doch! Reet ist gleich Schilf! In Bündeln wird es schon seit Tausenden Jahren zur Dacheindeckung verwendet. Es hat eine Lebensdauer von ca. 25-40 Jahre, verhindert eine Überhitzung des Wohnraums im Sommer und hat sehr gute Dämmeigenschaften im Winter. Jedoch ist die Brandgefahr sehr hoch, die Haltbarkeit vergleichsweise eher gering und die Optik nicht jedermanns Sache. In Norddeutschland sind Reetdächer häufiger zu finden und gelegentlich aber eher selten im Bebauungsplan vorgeschrieben. Reetdächer sind in der Herstellung sehr umweltfreundlich.

Ton wird ebenfalls seit Hunderten Jahren zur Dacheindeckung verwendet und hat von allen Dacheindeckungen mit mehr als 70 Jahren die höchste Lebensdauer. Der Grund hierfür ist die dichte Struktur von gebrannten Tondachziegeln. Diese Struktur verhindert das Eindringen von Feuchtigkeit und den Moosbefall der Dachpfannen. Tondachpfannen sind mit 2000 – 4000 Euro Aufpreis etwas teurer als Betondachpfannen.

Im Bereich des Einfamilienhauses werden in der Regel Betondachsteine verwendet. Diese haben eine durchschnittliche Lebensdauer von ca. 40 – 70 Jahren. Betondachsteine sind die schwerste Dacheindeckung. Ohne Spezialbeschichtung kann es auf der rauen Oberfläche bereits nach 10 Jahren zu leichtem Moosbefall kommen, welcher aber vorerst nur optische Mängel aufweist. In der Regel haben ein bis zwei Generationen mit einer Betondacheindeckung keine Arbeit mehr.

Die durchschnittliche Lebensdauer gibt nicht an, dass das Dach nach Ablauf neu gedeckt werden muss. Vielmehr ist das eine Angabe, bis zu der i.d.R. keine Reparaturen am Dach notwendig sind. Nach der durchschnittlichen Höchstangabe kann es vermehrt oder gelegentlich zu kleineren oder größeren Schäden am Dach kommen. Beton- oder Tondachsteine können vereinzelt reißen. Reetdächer können Wasser durchlassen oder so verfaulen, sodass die Optik stark darunter leidet. Bitumen kann brüchig und porös werden und Feuchtigkeit könnte eindringen. Die Wahl der Dacheindeckung sollte auch von der eigenen Lebenserwartung oder dem Zweck des Hauses abhängen. Möchte ich für mich oder auch für meine Kinder bauen? Wenn ein kinderloses Ehepaar mit 55 Jahren ein Haus errichtet, ist der Aufpreis für eine Tondacheindeckung eher unnötig. Das Geld sollte dann sinnvoller investiert werden.

Soll die Zimmerdecke im EG aus Stein oder aus Holz sein?

Bei der Wahl des Werkstoffs für die Zimmerdecke im Erdgeschoss ist das eigentlich wichtigste Kriterium der Schallschutz. Bei einer Zimmerdecke aus Holz sind Laufgeräusche aus dem Obergeschoss IMMER hörbar. Nicht jeder empfindet diese Trittgeräusche als belästigend, da sie bei guter Dämmung auch stark reduziert werden können. Bedenken Sie jedoch auch die Geräusche, die in Ihrem oder im Schlafzimmer Ihres noch im Hause lebenden Kindes entstehen könnten. Trittgeräusche sind in der Regel bei Holzdecken stark hörbar und übertragen sich bei fersenbetonten Schrittverhalten spürbar auf das ganze Haus.
Ansonsten treffen auch hier die Kriterien einer normalen Holzbaukonstruktion (siehe oben) zu.

Tipp: Bei einem massiv gemauerten Haus empfehle ich immer eine massive Zimmerdecke einzubauen. Ob Fertigdecke oder verschalt und gegossen ist hierbei egal. Mindestens 25cm stark sollte sie jedoch sein. Bei einem Haus aus Holz sollte viel in eine sehr gut gedämmte und starke Holzdecke investiert werden.

Möchten Sie Ihre Innenwände in Leichtbauweise oder massiv bauen lassen?

Die Antwort sollte Ihnen nicht durch die Vorgabe der Baubeschreibungen der meisten Bauunternehmen abgenommen werden. In diesen werden nämlich meistens Leichtbauwände verbaut. Die Leichtbauwände machen den niedrigen Preis möglich, der als Werbepreis dient. Leichtbauwände bestehen aus einem Metallgestell und aufgeschraubten Gipskartonplatten. Die Wandstärke beträgt mindestens 8,5 cm. Der Vorteil ist die kürzere Bauzeit und der niedrigere Preis der Wände. Der Nachteil sind der mangelhafte Schallschutz und, dass Sie an diese Wände nicht uneingeschränkt Möbel o.ä. aufhängen können. Der Platz für einen „modernen“ aufgehängten Wandschrank muss bereits vor der Wandkonstruktion festgelegt werden, um dort ein massives Holzgestell einzubinden. Andernfalls würden auch die speziellen Gipskartondübel unter der schweren Last des Möbelstücks einfach herausreißen.
Massiv gemauerte Innenwände aus Porenbeton oder Kalksandstein erhöhen erheblich den Schallschutz und machen ein flexibles Anbringen von Wandgegenständen möglich. Meistens werden Wandstärken von 11,5 cm oder 17,5 cm verwendet. Diese benötigen somit leider etwas mehr Platz als Leichtbauwände. Der Aufpreis bei massiv gemauerten Innenwänden anstelle von Leichtbauwänden liegt zwischen 700 – 1800 Euro.

Tipp: Bestehen Sie auf massiv gemauerte Innenwände. Achten Sie auf den Preis!

Möchten Sie eine Holz-, Putz- oder Verblendfassade?

Welche Fassade Sie möchten, ist eine Frage des Geschmacks und des Geldbeutels. In der Regel werden ein- oder zweischalige Mauerwerke mit Putzfassaden verbaut, da sie vergleichsweise günstig sind. Weiterhin lässt sich eine Putzfassade in der Giebelspitze mit Holzpaneel verzieren. Wobei diese Giebelspitze dann i.d.R. in Holzständerbauweise anstelle massiver Außenwände gebaut wird. Der Aufwand für die Pflege des Holzes sollte genau wie bei Traufkästen nicht unterschätzt werden.

Bei einer Verblendfassade oder Klinkerfassade werden immer zweischalige Mauerwerke mit zwischenliegender Dämmung und Luftschicht gebaut. Eine Verblendfassade ist teurer. Der reine Aufpreis beginnt schon bei 5000 Euro und endet bei ca. 15000 Euro. Eine Verblendfassade wird von den meisten Menschen in Deutschland als attraktiver empfunden. Eine Verblendfassade wertet ein Haus auf. Ein höherer Nutzen ist im Vergleich zum zweischaligen Vollmauerwerk mit Putzfassade eher nicht gegeben. Natürlich wird hier von gleichwertigen Materialien (U-Wert) ausgegangen. Bei einer Verblendfassade lassen sich optische Details wie zum Beispiel ein Giebelzierband oder Fensterrundbogen mit einbauen. Die Außenfensterbänke lassen sich im Verblendstein setzen (Aluminiumfensterbänke bei Putzfassade).

Tipp: Wenn Sie eine Verblendfassade attraktiv finden und Sie nur der Aufpreis abschreckt, wegen Sie ab. Wenn der Aufpreis zur Verblendfassade weniger als 10000 Euro beträgt und der Geldbeutel es zulässt, sollten Sie die Verblendfassade nehmen.

Wie groß soll mein Wohnzimmer sein?

Wenn Sie schon ein Haus bauen, sollten Sie nicht als erstes auf den Geldbeutel schauen, sondern in die Zukunft. Das Wohnzimmer ist der wichtigste Raum. Und wenn Sie vor haben, in diesem Haus alt zu werden, werden Sie in diesem Wohnzimmer noch sehr viel Zeit verbringen. Denken Sie daran, dass eventuell Kinder, Freunde und Verwandte mit Ihnen zur selben Zeit diesen Raum teilen werden. Er muss also ausreichend groß dimensioniert werden. Aber wenn Ihnen die Energiekosten nicht aus dem Fenster springen sollen, darf der Raum auch nicht zu riesig sein. Wenn ein Esstisch mit 6 Stühlen, ein Ecksofa mit 7 Sitzplätzen, ein Couchtisch, ein 2m² großer Kaminofen, eine komfortable Wohnwand, zwei Bodenpflanzen und ein Weihnachtsbaum Platz finden sollen, sollte das WZ mindestens eine Größe von 34m² haben. Ab einer Größe von mehr als 50m² steigen die Heizkosten für diesen Raum merkbar an. Zu viel Glas lässt ebenfalls die Heizkosten steigen. Dennoch ist gerade im Wohnzimmer ausreichend Tageslichteinfall sehr wichtig. Finden Sie einen Kompromiss.

Wie groß soll meine Küche sein?

In der Küche wird in der Regel gekocht und gegessen. Mehr nicht. Wenn Sie dort Fernsehen möchten oder sich sonst unüblich dort aufhalten, sollten Sie mindestens ausreichend Platz für eine komfortable Sitzgruppe schaffen. Andernfalls sollten 13-15 m² Küchengröße für einen 140cm langen Tisch mit 4 Stühlen, einen Herd, eine Geschirrspülmaschine, einen modernen Kühlschrank, 1-2 Hochschränke, 2-3 m Arbeitsfläche und einen Mülleimer ausreichen. Wenn Sie zwischen 4 und 6 Personen sind, sollte eine Küche mit 15 – 18m² ausreichend Platz bieten. Achten Sie auch hier auf ausreichenden Lichteinfall von Tageslicht. Gerade im Bereich der Arbeitsplatte.

Möchten Sie eine offene Küche?

Eine offene Küche kann optisch sehr schön gestaltet werden. Zum Beispiel mit einer Natursteintheke oder mit einer „Kochinsel“. Eine offene Küche lässt jedoch auch die Bratendämpfe in den Wohnbereich. Diese ziehen auch in die Polstermöbel und Teppiche. Sicherlich lässt sich danach der komplette Raum lüften. Dadurch wird jedoch im Winter sehr viel Wärme nach draußen gelassen. Das können bei einem mittelgroßen Wohnzimmer + Küche (50m²) schon mal 125m³ Raumluft sein. Das erhöht bei starker Küchennutzung den Energieverbrauch enorm. Die Kosten für Energie steigen um ca. 100-150 €/Jahr. Weiterhin sollte der Wohlfühlfaktor eine große Rolle spielen. Kann sich einer nicht mehr beim Fernsehen entspannen, weil der andere in der Küche mit Geschirr klappert, ist eine offene Küche für Ihr Haus vielleicht die falsche Lösung – selbst wenn sie noch so modern wirkt. Hier muss jeder zwischen trendy (offen) und praktisch (geschlossen) entscheiden.

Möchten Sie abgesaugte Luft der Dunstabzugshaube nach außen führen?

Es ist sehr ratsam, die abgesaugte Luft nach außen zu führen, da die abgegebene Luftfeuchtigkeit beim Kochen und Braten die Fenster unnötig beschlagen, die Einrichtung verschmutzen und Wandbeläge schneller altern lässt. Der Luftaustritt sollte jedoch nicht in die Nähe der Terrasse angebracht werden, da eine im Liegestuhl befindliche und in der Sonne entspannende Person von gleichzeitig austretenden Kochgerüchen belästigt werden könnte. Das sehen Sie anders? Dann setzen Sie ihn dorthin, wo er für Sie am besten passt.
Tipp: Verzichten Sie auf eine Dunstabzugshaube, die die angesaugte Luft lediglich filtert und oben wieder in den Raum bläst. Stattdessen schaffen Sie besser eine Wandöffnung und blasen die angesaugte „Kochluft“ nach außen.
Hinweis: Sollte ein Kamin oder Ofen in einem modernen Haus installiert sein, muss aufgrund der geschlossenen Gebäudehülle entweder ein Fensterkontaktschalter oder eine automatische Zuluft in der Küche installiert werden. Andernfalls würden giftige Ablagerungen im Schornstein durch die Dunstabzugshaube in das Gebäude gezogen werden. Ein offenes Fenster lässt im Winter die Küche sehr stark auskühlen. Ein 60mm Rohr in der Außenwand mit Verschlussklappe ist hier die bessere Lösung.

Möchten Sie Ihre Terrasse nach Süden oder nach Norden ausrichten?

Nach Süden??? Nein? Doch? Selbstverständlich nach Süden. Denn von dort scheint die Sonne. Wenn Sie das Wohnzimmer (wie empfohlen) ebenfalls nach Süden ausgerichtet haben, haben Sie bei einem bodentiefen Terrassenfenster einen praktischen Durchgang zwei wichtiger Plätze geschaffen. Wenn Sie die Küche ebenfalls in die Nähe der Terrasse verlegt haben, haben Sie es mit einem zweiten bodentiefen Terrassenfenster nicht so weit, wenn Sie Geschirr und Essen transportieren möchten. Ein Stromanschluss und Lampen, die vom WZ aus ein- und ausgeschaltet werden können, sorgen für Licht und die Anschlussmöglichkeit eines Radios, Stecker-Netzteils für Ladegeräte verschiedener Unterhaltungselektronik oder eines alten Rasenmähers mit Kabel. Ein Stromanschluss in der Nähe eines zukünftigen Teichs, ermöglicht den Anschluss einer Teichpumpe und eines Brunnen. Achten Sie bei der Planung darauf, dass für Lampen und Stromdosen zwei unabhängige Stromkreise verlegt werden. Als Bodenbelag können Sie auswählen was Ihnen am besten gefällt. Sorgen Sie in jedem Fall für einen verdichteten Unterbau aus feinem Kies bei Pflastersteinen und eventuell groben Kies (oder kleinen Steinen) beim Verlegen großer Terrazzo- oder Holzplatten. Bei reinen Holzterrassen achten Sie darauf, dass der Unterbau immer trocken ist und sich kein Wasser dort ansammeln kann. Kleine Steine lassen das Wasser sehr gut absickern, trocknen schnell und bieten bei guter Verdichtung ausreichend Halt. Höhenverstellbare Auflager (z.B. Spax) oder Holzterrassenfertigfundamente erleichtern den Bau einer Terrasse. Achten Sie außerdem auf ein ausreichendes Gefälle (2-3%) damit das Regenwasser ablaufen kann und eventuell auf Unterbaufolie damit Ihnen das Unkraut nicht durch die Platten- oder Holzzwischenräume wächst.

Tipp: Betreiben Sie beim Bau Ihrer Terrasse nicht zu viel Aufwand. Verzichten Sie auf ein teures Fundament mit Armierung und Folien. Verlegen Sie entweder einfache Pflastersteine auf verdichtetem Untergrund oder bauen Sie eine Holzterrasse mit entsprechenden Unterbau auf grobkörnigem Kies. Bei Terrassen lässt sich sehr schnell viel Geld ausgeben. Da bereits eine Trittstufe aus Stein mehr als 25 Euro kostet. Das ist während des Hausbaus unnötig.

Möchten Sie Ihre Traufkästen aus Holz oder Kunststoff haben?

Hier ist nicht die Optik die entscheidende Frage, sondern der Pflegeaufwand und der Preis. Traufkästen aus Kunststoff gibt es auch in Holzoptik oder in anderen verschiedenen Farben. Das Holz der Traufkästen sollte nach 7-10, spätestens nach 15 Jahren gestrichen werden. Je nach Fläche kostet hochwertige Farbe zwischen 200-300 € für das komplette Haus. Ein Gerüst oder einen Krankorb benötigen Sie ebenfalls. Holz bindet jedoch beim Wachstum CO2 und ist somit ein umweltfreundlicher Naturwerkstoff. Kunststoff ist dennoch nicht völlig wartungsfrei. Wenn die Traufkästen aus Kunststoff gut aussehen sollen, müssen sie nach spätestens 15-20 Jahren gereinigt werden. Nehmen Sie auch nicht den billigsten „Parkbankkunststoff“, sondern einen Baustoff wie ROCKPANEL oder Baukulit. Kunststofftraufkästen sind 1000-2000 € teurer als Traufkästen aus Holz.

Tipp: Lassen Sie die langlebigen und nahezu wartungsfreien Kunststofftraufkästen installieren. Damit bleibt Ihnen das regelmäßige Streichen des Holzes erspart.

Möchten Sie Ihre Fensterrahmen aus Holz oder Kunststoff haben?

Ob es Holzfenster sein müssen, ist Geschmackssache. Holz sieht sehr natürlich aus. Holz bindet beim Wachstum CO2 und ist somit ein umweltfreundlicher Naturwerkstoff. Holzfenster müssen alle 5-10 Jahre gestrichen werden. Die Lebensdauer von Holzfenstern ist bei mangelnder Pflege begrenzt. Der U-Wert und die Dämmeigenschaft von Holzfenstern ist identisch mit dem von Kunststofffenstern. Kunststofffenster lassen sich aufgrund der glatten Oberfläche leicht reinigen. Kunststofffenster sind preisgünstiger als Holzfenster. Wenn Sie sich für Kunststofffenster entscheiden sollten, sollten Sie auch die Dachfenster in Kunststoff wählen. Die jedoch wiederum etwas teurer als Holzfenster sind.

Tipp: Greifen Sie zu modernen, langlebigen, kostengünstigen und nahezu wartungsfreien Kunststofffenstern.

Welche Verglasung sollen Ihre Fenster und Türen haben?

Minimum ist eine 2-fach-Verglasung mit einfacher Isolierung. Diese hat einen U-Wert von 1,2 und ist die am häufigsten Verbreitetste und preiswerteste Verglasung. Besser und viel energiesparender ist eine 3-fach-Verglasung mit 5-Kammerprofil(-rahmen). Diese Fenster haben einen U-Wert von 0,7 und sind für Energiesparhäuser ein Muss. Einen Schritt besser sind 3-fach-verglaste Fenster mit 7-Kammerprofil. Mit einem U-Wert von 0,6 haben Sie mit dieser (etwas teureren) Variante das Optimum erreicht. Umso besser die Dämmeigenschaften von Fenstern sind, umso schwerer werden diese durch den höheren Materialaufwand. Leistungsstärkere Scharniere und mehr Material machen diese Fenster teuer.

Tipp: Mit einer 3-fach-Verglasung mit 5-Kammerprofil sind Sie gut versorgt. Investieren Sie bevorzugt in bessere Fenster als in die Wanddämmung.

Welche Haustür soll Ihr Haus haben?

Es wird behauptet, dass die Haustür die Visitenkarte des Hauses sei. Das soll heißen, dass hier in Sachen Optik keine Kosten gescheut werden sollen. Ich würde eher darauf achten, dass Sie viel Glaselemente enthält, wenn der Flur keine weiteren Fenster besitzt. Sonst ist es dort unangenehm dunkel und künstliches Licht so gut wie immer notwendig. Ein zweites bodentiefes Glaselement neben der Haupttür (eventuell bei der Treppe) bietet sich an, um für zusätzlichen Lichteinfall zu sorgen. Wenn dann die von Ihnen ausgewählten Türen diese Notwendigkeit erfüllen, können Sie sich die attraktivste davon aussuchen.

Tipp: Nehmen Sie eine Tür mit viel Glas und eventuell einen zweiten Glaseinsatz neben der Tür aufgrund der oft fehlenden Fenster in Erdgeschossfluren.

Möchten Sie mit einer Grundwasserpumpe oder Regenwasseraufbereitungsanlage Wasser sparen?

Das Abführen von Grundwasser auf den eigenen Grundstücken über Pumpeneinrichtungen ist in den meisten Regionen nicht gestattet. Somit ist eine „offensichtliche“ Grundwasserpumpe nicht empfehlenswert. Wo es dennoch erlaubt ist, ist so eine Einrichtung mit ca. 1400 Euro inklusive Bohrung eine gute Investition. Die Bohrung sollte außerhalb des Hauses (z.B. in der Garage oder im Geräteschuppen) erfolgen. Schaffen Sie um das Brunnenrohr herum einen 1m breiten und 0,6m tiefen runden oder quadratischen Schacht, den Sie mit Beton oder Holz ausschalen. Legen Sie einen Stromanschluss in diesen Schacht, schieben Sie dort die Pumpe in das Brunnenrohr und schließen Sie die Pumpe an den Strom an und Verschließen Sie alles mit einer robusten Abdeckung (z.B. eine 0,5mm starke Metallplatte mit Scharnieren und Griff).
Wenn Sie kein Grundwasser abführen dürfen, ist das Auffangen von Regenwasser (trotz Vorschrift, es in die Kanalisation zu leiten) fast immer erlaubt. Hierfür gibt es große Regenwasserspeicher die in den Boden gelassen werden. Diese Behälter (ab 850 €) fangen einen Teil des Regenwassers auf bis Sie gefüllt sind, und leiten den Rest wie vorgeschrieben in die Kanalisation. Komplettsets inklusive Pumpe und aller notwendigen Geräte und Zubehör für Haus und Garten gibt es ab 2500 € (Nur Garten ab 1500 €). Eine hochwertige Regenwassereinrichtung ist im Verhältnis zur Grundwasserpumpe etwas teurer und die Keimbildung im Wassertank problematisch und ein Geruchsfaktor. Dennoch lohnt sich diese Investition schon, wenn sie nur den Garten über 7 Jahre damit bewässern.

Noch besser ist es jedoch, zusätzlich die Toilettenspülung mit Grund- oder Regenwasser zu betreiben. Hier sollten Sie zwei verschiedene Wasserkreisläufe (1. Alle Toilettenspülungen [Regen- oder Grundwasser] 2. Alle Trinkwasseranschlüsse, Waschmaschine und Heizanlage [Stadtwerke]) installieren und die Wasserzuläufe unbedingt an einem gemeinsamen Punkt (z.B. HWR) zusammenführen und mit einem T-Schieber verbinden. Das hat den Vorteil, dass Sie bei einem Defekt der Regen- oder Grundwasserpumpe sofort auf Trinkwasser umschalten können und die Toilettenspülung bis zur Reparatur weiter nutzen können. Die Zuleitung vom Regenwassertank oder der Grundwasserpumpe sollte demnach auch bis zur Trinkwasserzuleitung gelegt werden und niemals direkt zu den Toilettenspülungen.

Tipp: Wenn es möglich ist, lassen Sie unbedingt so eine Einrichtung installieren oder bereiten Sie Leerrohre im Fundament für eine spätere Installation vor.

http://www.speidel-regenwasser.de

Möchten Sie eine automatische Gartenbewässerung?

Wenn Sie Ihren heimischen Garten mit Kräutern, Radieschen, Möhren oder Erdbeeren in der sommerlichen Hitze nicht regelmäßig bewässern, war der ganze Anbau umsonst. Das heißt, wenn ihr Gartenschlauch von Menschenhand geführt werden muss, dürfen Sie nicht lange abwesend sein. Urlaub im Sommer würde dann ausfallen. Es sei denn, Sie haben Nachbarn, Bekannte oder Freunde, die diese Aufgabe der Bewässerung zuverlässig übernehmen. Oder Sie investieren ca. 400 -800 Euro in eine optimierte Gartenbewässerung. Idealerweise mit zusätzlicher Regen- oder Grundwasserpumpe. Am einfachsten ist es, alle Leitungen und Geräte überirdisch zu verlegen. Als Wasserleitungen benutzen Sie dann einfache Gartenschläuche aus dem Baumarkt und kombinieren diese mit den tausenden Zubehörteilen für den Gartenbedarf. Das sieht dann jedoch aus wie ein Spinnennetz aus Schläuchen in Ihrem Garten. Außerdem muss dieses ganze Equipment immer wieder ein- und ausgeräumt werden und hinterlässt u.U. vertrocknete Streifen auf Ihrem Rasen.

Eine optimalere Variante ist die Verlegung von Wasserleitungen unter der Erdoberfläche. Beginnen Sie die Verlegung an einer zentralen Stelle wie zum Beispiel eines einfachen Hauswasseranschlusses oder der Pumpe eines Regenwassertanks oder einer Grundwasserbohrung. Von dort planen und vergraben Sie Schlauchleitungssysteme aus dem Baumarkt in einer Tiefe von 40-60cm. Vergraben Sie aus Sicherheitsgründen mindestens „Spatentief“. Verteilen Sie die Wasserleitungen mit mehreren Y-Adaptern an die gewünschten Austrittsstellen. Das ganze sieht unter Umständen wie ein großer Baum mit mehreren Astgabelungen aus. Damit an den Austritten keine Erde den Schlauchanschluss verschmutzt und damit Sie nicht mit dem Rasenmäher den Anschluss zerstören, vergraben Sie ein 15cm langes und 125mm breites PVC-Rohr aus dem Baumarkt um den austretenden Wasseranschluss. Versenken Sie das Rohr auf Bodenhöhe. Idealerweise haben Sie für die Schlauchanschlussaustritte auf den letzten 50cm ein Kupfer- oder Hart-PVC-Rohr verwendet. Somit können Sie den Anschluss senkrecht so positionieren, dass Sie bequem einen Gartenschlauch mit einer Hand auf das angebrachte Gegenstück aufstecken können. Diese Schlauchanschlussaustritte verteilen Sie nach gewünschter Anzahl und Position im kompletten Garten. Bei 400 qm Garten- und Rasenfläche werden 6 Anschlüsse empfohlen. An diese Anschlüsse können dann die Bewässerungsuhren inkl. Sprinklersystem angeschlossen/aufgesteckt werden. Alternativ gibt es auch Sprinkleranlagen, die eingegraben werden können und begeh- und überfahrbar sind (Versenkregner).

Tipp: Eine automatische Gartenbewässerung ist gerade für Ihre Abwesenheit (z.B. Urlaub) sehr empfehlenswert und sollte unbedingt unterirdisch verlegt werden. Wer dies jedoch nicht gerade in Eigenleistung machen möchte und für den anstehenden Hausbau jeden Cent benötigt, sollte erst mal auf diesen Luxus verzichten. Die benötigten Wasseranschlüsse sollten jedoch schon mit eingeplant werden.

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Energie/Heizung – Womit möchten Sie Wasser erwärmen und Ihr Haus heizen? Öl, Gas, Holz, Strom, Luft, Erde, Sonne, Eis?

Achtung: Preisangaben für Heizsysteme wurden aus Katalogen der Hersteller entnommen. Bei Preisangaben für Rohstoffe wurde angenommen, dass NUR mit einem Rohstoff geheizt und Wasser erwärmt wird. Es handelt sich um Durchschnittwerte, hauptsächlich aus dem Internet, sowie Freunden und Familienangehörige. (Stand: 06.2015)

Öl als Energiequelle zum Heizen und zur Brauchwassererwärmung in Häusern, ist seit vielen Jahren nicht mehr zu empfehlen. Die Preise werden weiter steigen und Öl ist als Rohstoff für Kunststoff und Benzin besser geeignet. Der Preis für einen Ölbrennwertkessel beginnt bei etwa 3000 €. Ölheizungen benötigen viel Platz für die Öltanks.
Gas wird als fossiler Brennstoff nicht mehr empfohlen. Ist aber als Brennstoff effektiv und noch bezahlbar. Erdgas wird, genauso wie Öl, aus der Tiefe unseres Planeten entnommen. Gas kann aber auch in kleineren Mengen synthetisch aus Bio-Abfällen (Biogas) oder mithilfe von Strom aus Wasser und Kohlenstoff (Windgas) hergestellt werden. Flüssiggas als Nebenprodukt der Erdölraffinierung oder Erdgasförderung ist aktuell mehr als 80% teurer als Erdgas oder Heizöl. Dafür lässt es sich unabhängig von Erdgasleitungen in Behältern speichern. Der Preis für eine Gasbrennwerttherme (ab 2500 €) ist sehr günstig. Eine Gasbrennwerttherme kann bei dem hohen Hauspreis die anfänglichen Baukosten senken. Wer auf Innovation nicht verzichten kann und Heizkosten sparen möchte, aber dennoch befürchtet, eine Wärmepumpe allein erzeugt nicht genug Energie, kann auf eine Hybridanlage ausweichen. Gängige Technologien wären hier die klassische Kombination aus Gastherme und Solaranlage (ab 8000€), eine Zeolith-Gas-Wärmepumpe (ab 12000 €) oder eine Kombination aus Luft/Wasser oder Sole/Wasser und Gas (Vaillant Hybridsystem geoTHERM & Gasheizung, ab 13000 €). Der durchschnittliche Gasverbrauch liegt bei 23000 kWh (ca. 900€/Jahr). Wir haben auf 160m² Wohnfläche mit Fußbodenheizung (ca. 22,3°C Raumtemperatur) und täglichem Warmwasserbedarf von ca. 25L ohne Solarunterstützung o.ä., ohne Zirkulationspumpe einen Gasverbrauch von 12500kWh (ca. 800€/Jahr).
Holz als effektive Energiequelle macht Sinn, um sich von Öl, Gas und (Strom zur Heizung) unabhängig zu machen. Holz lässt sich als Holzscheite in Scheitholzkesseln verbrennen. Hier muss jedoch jeden Tag Holz aufgelegt werden (ab 4000 €). Wenn das Holz automatisch nachgelegt werden soll, müssen noch mal 6000 € drauf gelegt werden. Wer alles automatisiert haben möchte und sich monatelang um nichts kümmern möchte, kann zu Pellet Heizungen (ab 6000 €) greifen. Aber auch hier wird sehr viel Platz für den Pelletbehälter benötigt. Holzpellets sind aktuell ca. 20% günstiger als Erdgas oder Heizöl.
Ein Kamin hat nicht nur einen angenehmen optischen Effekt. Er kann auch sehr effektiv zum Heizen genutzt werden. Unter den effektiven Kaminöfen wird zwischen einem wassergeführten Kamin und einem Warmluftkaminofen unterschieden. Der wassergeführte Kamin (ab 2500 €) ist sehr kompakt und nimmt somit wenig Platz ein. Er beheizt das Wasser in Leitungen innerhalb des Kamins, was wiederum in einen Pufferspeicher im HWR geführt wird. Da der wassergeführte Kamin während des Brennvorgangs so viel Energie liefert, kann die Primärheizquelle (z.B. Gas, Öl, Pellets) praktisch völlig auf Brennstoff verzichten. Wer also jeden Tag etwas Holz in den Kamin legt, ist zumindest in der kalten Jahreszeit fast unabhängig von Öl und Gas. Holz ist aktuell ca. 25% günstiger als Erdgas oder Heizöl.
Der Warmluftkaminofen, Kaminofen (ab 500 €), oder auch nur Kamin genannt, erwärmt ausschließlich die Umgebungsluft über Strahlungswärme, sowie die Schamottesteine im Inneren des Kaminofens. Ein mit Schamottsteinen gemauerter Kaminofen kann die Strahlungswärme speichern und über mehrere Stunden lang abgeben. Ein Grundofen (ab 10000 €) besteht komplett aus Schamottsteinen und langen Rauchzügen. Dieser kann sogar bis zu 18 Stunden angenehme Wärme abgeben. Mit der erwärmten Luft können auch mehrere neben- oder übereinander liegende Räume erwärmt werden. Ein Grundofen und ein gemauerter Warmluftkaminofen ist in der Planung und im Bau etwas aufwändiger und benötigt unter Umständen etwas mehr Platz. Der Vorteil des Warmluftkaminofens ist, dass er auch ohne Strom und Wasser funktioniert. Ein wassergeführter Kamin darf i.d.R. ohne funktionierende Pumpe nicht betrieben werden. Geeignete Modelle gibt es im Baumarkt sowie im Fachgeschäft ab ca. 500€ (z.B. Kaminofen“SAMSOE“, 5kW, 598,-€, BAUHAUS). Zum Thema Heizleistung: Wer sich bei der Dimensionierung der Heizleistung unsicher ist, kann folgende Formel anwenden. Bei neugebauten gut gedämmten Häusern kann für 6m² beheizten Raum 1kW angesetzt werden. Ein 30m² großes Wohnzimmer benötigt demnach einen 5kW Kaminofen. Ein größerer Ofen würde den Raum schnell überheizen.
Bei Holzheizungen wird viel Platz benötigt. Der Pellet Behälter ist sehr groß. Scheitholz benötigt ebenfalls Platz zum Lagern und trocknen. Eine Kostenersparnis bei Holzheizungen im Gegensatz zu Erdgas ist schwer abzuschätzen. Die Rohstoffpreise für Holz und Pellets steigen. Dafür wird der Rohstoff noch in Deutschland produziert. Buchenholz, als beliebtestes Holz zum heizen, wird in den kommenden 10 Jahren wahrscheinlich sehr teuer werden, da die Buchenwälder in Deutschland hektarweise abgeholzt und exportiert werden. Vernünftige Menschen weichen schon jetzt auf das schneller wachsende Fichtenholz aus. Andere werden wohl irgendwann, aufgrund der hohen Kosten, gezwungen werden, auf Nadelhölzer auszuweichen. Der Heizwert ist aufgrund der Dichte leider etwas schlechter als bei der Buche. Fichtenholz wird jedoch wahrscheinlich weitestgehend bezahlbar bleiben. Wer glaubt, Nadelholz verbrennt unsauberer als Laubholz, liegt falsch. Rußbildung findet unter schlechten Verbrennungsbedingen bzw. hoher Restfeuchte statt und hat nichts mit der Faserstruktur des Holzes zu tun. Stichwort: Schornsteinbrand.

Eine Kombination aus Gastherme + Solaranlage + Warmluftkaminofen könnte eine gute und preisgünstige Wahl sein.
Strom als einzige Energiequelle zum Heizen und zur Brauchwassererwärmung ist nicht empfehlenswert. Die Kosten für Kessel inkl. Heizstab liegen zwar nur bei ca. 1000 €. Die jährlichen Stromkosten sind mit ca. 6000 € bei 23000kWh Jahresverbrauch und -,27€ Stromkosten jedoch enorm hoch.
Heizen mit der Sonne lässt sich entweder mit Photovoltaik- oder Solarthermie-Modulen. Beides wird auf dem Dach montiert. Und beides ist nur effektiv, wenn die Sonne scheint. Bei einer Photovoltaikfläche von mehr als 20m² (ca. 13 Module) reicht aber auch schon wenig Sonne bei bedecktem Himmel, um genug Energie für einen 2 Personenhaushalt zu produzieren. Solarthermie-Module erzeugen keinen Strom. Sie erhitzen eine Flüssigkeit durch reflektiertes Sonnenlicht. Hier reichen bereits zwei Module um das Brauchwasser für einen 2-4 Personenhaushalt über den Sommer komplett ohne Zusatzenergie zu erwärmen. Um die erzeugte Energie auch nutzen zu können, wenn keine Sonne scheint, ist ein großer Pufferspeicher für die Wassererwärmung bzw. ein großer Akku für die Stromspeicherung erforderlich. Erzeugter Strom einer Photovoltaikanlage kann aber auch ins Netz eingespeist werden. Einen Erfahrungsbericht finden Sie unter folgendem Link: http://www.massivhaus-bautagebuch.de/post/56075712536/photovoltaik-produziert-mehr-als-30-kwh-tag-im. Eine Photovoltaikanlage ist im Gegensatz zu einer Solarthermieanlage nahezu wartungsfrei. Ein Haus, dass seine Energie ausschließlich aus der Sonne bezieht, nennt man auch Sonnenhaus. Es wird um einen 2.500 – 100.000 l großen Solar-Pufferspeicher gebaut, welcher mit einem Kran eingesetzt wird. Der große Pufferspeicher nimmt sehr viel Platz in Anspruch und der Bau ist ziemlich teuer. Die laufenden Kosten sind jedoch minimal.
Möchten Sie Energie aus der Luft entnehmen, ist eine Luft/Wasser-Wärmepumpe (ab 11000 €) für einen Neubau die richtige Wahl. Eine Luft/Luft-Wärmepumpe ist aufgrund des schlechten Trägermediums „Luft“ nicht ganz so empfehlenswert. Sie funktioniert aber in verschiedenen Kombinationen auch gut. Viebrockhaus verbauen in ihren Häusern bis 200m² Wohnfläche auschließlich Luft-Wärmepumpen der Firma Nibe Industrier (Nibe F 755 G Abluftwärmepumpe mit Außenluftanteil; Stand: 2014).
Eine Luft/Wasser-Wärmepumpe ist als Außen-, Innen- und Split-Aufstellung erhältlich. Die Split-Aufstellung ist am gängigsten. Hier wird die Lüfter-Einheit außen aufgestellt und die Pumpe, Hydraulik und der Wärmetauscher stehen innen und versorgen den Pufferspeicher mit warmen Wasser. Eine Luft/Wasser-Wärmepumpe benötigt Strom für die Pumpe, den Kompressor und an kalten Wintertagen auch zum „zu“-heizen. Der Arbeitswert einer Wärmepumpe gibt die Effektivität an. Bei einer Luft/Wasser-Wärmepumpe liegt dieser zwischen 2 und 4. Ein Arbeitswert von 4 bedeutet, dass die Wärmepumpe aus einem Kilowatt Strom vier Kilowatt Heizleistung erzeugt. Im Vergleich: Eine reine Elektroheizung hat immer einen Arbeitswert von 1.
Luft/Wasser-Wärmepumpen haben nicht den Besten Ruf. Es wird behauptet, dass Luft/Wasser-Wärmepumpen laut sind und die Nachbarn belästigen können. Des Weiteren wird behauptet, dass Wärmepumpen nicht genug Wärme erzeugen um die Wohnung zu beheizen und dass mit Strom nachgeheizt werden muss. Gerade im Winter soll eine Luft/Wasser-Wärmepumpe nicht effektiv genug sein. Ich kann leider aus mangelnder Erfahrung keine dieser Behauptungen wiederlegen. Fachleute behaupten, dass eine Luft/Wasser-Wärmepumpe so laut wie ein elektrischer Rasierer sein soll. Wenn auch dieser Geräuschpegel zu Belästigungen führen sollte, kann mit einem „Schalltunnel“ das komplette Problem beseitigt werden. Angefertigt wird dieser Tunnel optimaler Weise aus Edelstahl. Behandeltes Holz wäre jedoch auch geeignet. Das Metall sollte 1,5-2 m breit und 3-4 m lang sein und wird im rechten Winkel zu einem Tunnel gebogen, so dass dieser dann über die Außeneinheit gestellt werden kann. An der Innenseite des Tunnels wird an allen drei Seiten Dämmwolle oder Schaumstoff angebracht. Die anderen beiden Seiten müssen voll geöffnet sein, so dass es nicht zu einem „Luftstau“ kommen kann. Der Schallschutz hat den größten Effekt, wenn die Öffnungen in Richtungen zeigen, in denen sich keine Gebäude, Fenster oder Terrassen befinden. Die Aufstellung sollte demnach klug gewählt werden. Es gibt auch innovative Heizungsfirmen, die solche oder ähnliche Schallschutzkonstruktionen anbieten. Desweiteren kann man sich in verschiedenen Musterhäusern oder Musterhausparks (Bad Fallingbostel) solche Luft/Wasser-Wärmepumpen aus der Nähe ansehen.
Weiterhin können Sie aus der Luft auch Energie über Windkraftwerke gewinnen. Hier wird lediglich Strom erzeugt, welches Sie entweder speichern (Akku oder Pufferspeicher) oder ins Netz einspeisen können.

Energie aus der Erde ist die konstanteste Form der Energiegewinnung aus Wärmepumpen. Hier werden zwei Varianten unterschieden. Die Sole/Wasser- und die Wasser/Wasser-Variante.

Sole/Wasser-Wärmepumpe

Sole/Wasser-Wärmepumpe (Quelle: Zeitschrift Unser Haus 4-5/2014)

Die Sole/Wasser-Variante (ab 15000 €) erfordert viel Platz im Garten. Dieser darf auch unter keinen Umständen zugestellt oder bepflanzt werden. Ausschließlich Rasen!!

Wasser/Wasser-Wärmepumpe

Wasser/Wasser-Wärmepumpe (Quelle: Zeitschrift Unser Haus 4-5/2014)

Die Wasser/Wasser-Variante (ab 18000 €) entzieht dem Grundwasser die Energie. Hier ist eine Tiefenbohrung erforderlich. Diese Variante liefert effektiv und konstant (über das gesamte Jahr) Energie und hat einen hohen Wirkungsgrad. Erfahrungsberichte liefern Werte von 500 – 700 € Stromkosten im Jahr für Heizung und Warmwasser.  Probleme bei der Wasser/Wasser-Variante entstehen in der Regel bei den Bohrungen oder einer ungeeigneten Grundwasserqualität. Wenn Bohrungen aufgrund von Geröll und Gestein nicht komplett durchgeführt werden können, entstehen unkalkulierbare Kosten. Man sollte von einem Anschaffungspreis inkl. Bohrungen von etwa 25000 € ,soweit kein Festpreis vereinbart wurde, ausgehen.

Eine sehr innovative Energiequelle ist die Kristallisationswärme von Eis (isoCal SolarEis). Bei dieser Technik werden auf dem Grundstück 1-2 unterirdische Schächte mit je 10m³ Wasser angelegt. In diese Schächte werden spezielle spiralförmige Leitungen verlegt. Durch den Energieentzug gefriert das Wasser, wodurch anschließend mit spezieller Technik Energie gewonnen wird. Der Arbeitswert dieser Technologie liegt nach Herstellerangaben zwischen 3-4. Diese Technik wird zwar bereits verbaut. Es gibt jedoch keine unabhängigen Langzeitergebnisse. Eine Photovoltaikanlage ist bei dieser Technik erforderlich. Der größte Vorteil dieser Technik ist, dass sie theoretisch komplett auf zugekauften Strom verzichten kann. Der notwendige Strom könnte ausschließlich über Photovoltaikanlagen produziert werden. Sie ist somit sehr umweltfreundlich. Mehr interessante Informationen finden Sie auch unter dem Stichwort „Eisspeicherheizungen“.

Die richtige Heizanlage für das neue Haus zu finden ist nicht einfach. Zum einen möchte man unabhängig von teuren Rohstoffen und Strom sein. Zum anderen darf die Heizung aber auch nicht die Hälfte der Baukosten beanspruchen. Dann möchte man auch für die Zukunft bauen und keine veraltete Technik einsetzen. Wer sich selbst damit nicht auseinander setzen möchte, muss seinem Bauunternehmen oder Heizungstechniker vertrauen. Dieser hat aber auch seine Meinung zu bestimmten Technologien, die nicht immer richtig sein muss.
Fakt ist jedoch, dass Öl und Gas effektiv, zuverlässig und ohne viel Aufwand die Wohnung beheizen. Moderne Brennwertthemen sind mit hohen Wirkungsgraden zudem sehr sparsam geworden. Heizöl ist jedoch in den laufenden Kosten aufgrund der stark schwankenen Rohölpreise viel zu teuer. Gas (ab 800 €/Jahr bei 12500kWh) ist eine noch bezahlbare Alternative. Holz (ab 500 €/Jahr) ist ebenfalls ein effektiver Energieträger. Hier ist jedoch der Aufwand höher, da Holz nachgelegt werden muss oder regelmäßig Pellets aufgefüllt werden müssen. Strom (ab 6000€/Jahr) ist für ein ständig genutztes EFH ohne alternative Energiequellen eine schlechte Primärheizquelle. Für ein Gartenhäuschen, welches nur in den Sommermonaten genutzt wird, wäre Strom jedoch die kostengünstigste Variante. Eine Wärmepumpe macht mit der Energie der Luft aus 1000kWh Stromleistung ca. 2500kWh. Das entspricht ca. 800€/Jahr. Bei Erdwärme beginnen die laufenden Kosten aufgrund des höheren Wirkungsgrads bei nur 500€/Jahr. Wenn Sie auf die moderne „Eisheizung“ von isoCal setzen, sollten Ihre Kosten laut Herstellerangaben bei ca. 570€/Jahr liegen.

Hinweis: Bei der Entscheidung für eine Heizungsanlage sind die laufenden Kosten ebenso wichtig wie der Anschaffungspreis inklusive Installation und Wartung. Außerdem ist die Anzahl der Bewohner, der zu beheizenden Wohnfläche und das Nutzungsverhalten interessant. Als Faustformel gilt, umso mehr Energie benötigt oder verschwendet wird, umso mehr sollte in den Anschaffungspreis einer Heizungsanlage investiert werden. Beachten Sie, dass Sie IMMER von Rohstoffen abhängig sein werden, soweit Ihnen nicht ein Ölfeld, eine Erdgasquelle oder ein Wald gehört. Alle fossilen Brennstoffe sind aneinander gekoppelt. Wird der Gashahn abgedreht, steigen auch die Kosten für alternative Rohstoffquellen.

Hinweis: Bei Öl-, Holz- und Gasheizungen können neben einer empfohlenen Fußbodenheizung auch Wandheizkörper verwendet werden. Bei Erd- und Luftwärme sowie Stromheizungen wird eine Fußbodenheizung empfohlen, da sonst eventuell mit zusätzlichem Strom nachgeheizt werden müsste. Bei Solar- und Eisheizungen ist eine Fußbodenheizung auf Grund der niedrigen Erzeugerleistung obligatorisch.

Tipp1: Das Haus sollte immer so vorbereitet werden, dass eine Niedrigtemperaturheizanlage ohne großen Aufwand eingebaut werden kann. Das heißt: Fußbodenheizung mit 10/15cm Verlegeabstand bzw. für eine niedrige Vorlauftemperatur, südlich ausgerichtete Dachseite und gut isolierte Gebäudehülle.

Tipp2:  Bei schlecht speicherfähigen Energiequellen ist ein Pufferspeicher erforderlich. In diesem kann die erzeugte Energie im Wasser (gut isoliert) gespeichert werden. Dieser dient allen Energiequellen als zentrale Speicherquelle. Nach Herstellerangaben (Buderus) verliert ein auf 90°C „vollgeladener“ Pufferspeicher 2°C pro Tag (wenn keine Energie zu- oder abgeführt wird).

Tipp3: Experten empfehlen, verschiedene Energiequellen zu kombinieren. Eine gute Kombination im Jahr 2016 ist Gas oder Pellets und Solar (Photovoltaik/Solarthermie) und wahlweise ein wassergeführter Kamin. Oder eine Wärmepumpenanlage (Luft/Wasser/Eis) und Solar (Photovoltaik/Solarthermie) und wahlweise ein wassergeführter Kamin. Keinen Sinn macht es, Pellet Heizungen, Gasbrennwertthermen und Ölbrennwertkessel miteinander zu kombinieren, da alle drei Energiequellen effektiv und konstant Wärme liefern und man sich deshalb für die aktuell günstigste Primärheizquelle entscheiden sollte.

Tipp4: Umso mehr Energie in Form von Wärme aus einer Heizungsanlage in Anspruch genommen wird, umso mehr Sinn macht es, in eine Heizungsanlage zu investieren, deren monatliche Energiekosten niedrig sind. Nutzen Sie das Haus nur in den Sommermonaten, ist eine Erdwärmepumpe mit ihrem hohen Anschaffungspreis unrentabel. Dann ist eine elektrische Heizung die kostengünstigere Variante.

Tipp5: Stellen Sie unbedingt eine Amortisationsrechnung auf. Stellen Sie unbedingt die Frage: „Wann rentiert sich meine Heizung im Vergleich zu einer konventionellen oder bestehenden Heizung?“.  Detailiertere Informationen finden Sie auf: Rentabilität von erneuerbaren Energien im Eigenheim

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Weitere Informationen: https://www.thermondo.de/ratgeber/die-richtige-heizung-finden/die-richtige-heizung-fuer-den-neubau

http://www.bauen.de/ratgeber/ausbau-renovierung/heizung-klimaanlagen/heizungsarten/artikel/artikel/welche-heizung-passt-zu-mir.html

https://www.kesselheld.de/heizungsplanung

Auch das folgende Bautagebuch kann ich sehr empfehlen: http://www.unser-bautagebuch.eu/bautagebuch/luft-wasser-waermepumpe-pv-anlage

Wärmeverteilung über eine Fußbodenheizung

Kritiker der Fußbodenheizung sind der Meinung, dass durch die aufsteigende Wärme vom Fußboden die Staubentwicklung stark zunimmt und dieser Staub dann durch die Luft gewirbelt wird. Personen, die so etwas behaupten, haben garantiert keine eigene Fußbodenheizung. Der Staub liegt genauso wie bei Wandheizkörpern still auf dem Fußboden und wartet darauf weggesaugt zu werden. Ebenso wird behauptet, dass man von einer Fußbodenheizung „geschwollene/dicke Füße“ bekommt. Dieser Aspekt ist nicht ganz unbegründet. Betrifft aber nur eine Minderheit. Einige Frauen haben ein überdurchschnittlich schwaches Bindegewebe, was bei starker Wärmeeinwirkung die Füße anschwillen lässt. Auch viele stark Übergewichtige neigen bei starker Wärmeeinwirkung dazu, geschwollene Füße zu bekommen. Wenn dieser betroffene Personenkreis dann auch noch mollige 25°C wünscht, „könnte“ eine Fußbodenheizung unangenehm sein. Aber ich würde eher eine Fußbodenheizung empfehlen, diese auf normale 22°C einstellen als bei Wandheizkörpern kalte Füße zu haben. Ein weiterer Aspekt gegen eine Fußbodenheizung ist die Trägheit. Die Trägheit ist der Grund dafür, dass man die Fußbodenheizungen bei Abwesenheit nicht ausschalten sollte. Die Heizung würde sonst mehrere Stunden benötigen, um wieder das >als angenehm emfundene< Temperaturniveau zu erreichen. Fußbodenheizungen werden deshalb tagsüber oder in der Nacht nicht „abgedreht“. Im Gegensatz zu Wandheizkörpern können Fußbodenheizungen jedoch mit der halben bis ein Drittel der Vorlauftemperatur von Wandheizkörpern betrieben werden. Das spart Energiekosten. Der Energieaufwand für das Erhitzen des Wassers auf 60-80°C (Wandheizkörper) ist mehr als doppelt so hoch, wie das Erhitzen der Vorlauftemperatur für Fußbodenheizungen auf 25-35°C.

Die Wärmeverluste bei Wandheizkörpern sind größer als bei Fußbodenheizungen, da einige Bereiche nur unzureichend Wärme bekommen. Weiterhin kostet die unerwünschte Wärmeabgabe des 65°C heißen Kessels und der Zuleitungsrohre ca. 4-8% der erzeugten Jahresenergie. Fußbodenheizungen erfordern nach der EnEV2009 für jeden Raum eine Einzelregelung. Somit kann die Temperatur (bzw. der Durchlauf) für jeden Raum im Haus einzeln geregelt werden. Es müssen auch nicht alle Räume im Haus gleichmäßig geheizt werden. Es kann, wie auch bei Wandheizkörpern, in Räumen mit geringer Aufenthaltsdauer sowie einer längeren Abwesenheit (z.B. durch Urlaub), die  Heiztemperatur reduziert werden. Die Temperatur wird mittels Raumthermostat geregelt. Übersteigt die Raumtemperatur einen variabel eingestellbaren Wert, schaltet das Ventil die Wärmezufuhr in diesem Raum ab. Wird dieser Wert unterschritten, schaltet das Ventil wieder ein. Die Ventile befinden sich im Heizkreisverteiler und sind i.d.R. absolut geräuschlos.
Das Raumklima bei Fußbodenheizungen angenehmer. Da die Füße als erstes erwärmt werden, wird eine niedrigere Raumtemperatur bereits als angenehm warm empfunden. Außerdem können beim Einsatz einer Wärmepumpenanlage mit Kühlfunktion alle Räume, die über eine Fußbodenheizung verfügen im Sommer gekühlt werden. Dieser Luxus kostet allerdings nicht wenig.
Und auch Teppich/Auslegware und Laminat sind neben Fliesen und Naturstein für Fußbodenheizungen geeignet. Auf Frisé-Velours-Teppiche oder ähnliche wollähnliche Teppichböden, Korkbodenbeläge und dicke Trittschalldämmungen sollte jedoch verzichtet werden. Geeignete Trittschalldämmungen für Fußbodenheizungen gibt es von der Firma Logoclic (http://www.logoclic.info/laminat-daemmung-pro-acoustic). Am Besten geeignet ist die Pro Acoustik+ mit sehr geringem Wärmedurchgangswiderstand und guten Trittschalleigenschaften, bei gerade mal 2,0 mm Stärke. Parkett ist nicht besser geeignet als Laminat. Im Gegenteil. Der durchschnittliche Wärmedurchgangswiderstand fällt bei Parkett oft schlechter aus als bei Laminat. Allgemein gilt: „Die Summe der Fußbodenbeläge inkl. Trittschalldämmung sollte einem Wärmedurchgangswiderstand von max. 0,15 m²K/W nicht übersteigen.“

Beispiel 1
Teppichboden Balsan Les Must „180 Nuit“ (Frisé-Velours) 9,3mm: 0,17m²K/W
Summe: 0,17m²K/W
Ergebnis: eher ungeeignet
Beispiel 2
Teppichboden Adria „90“ 7mm: 0,13m²K/W
Summe: 0,13m²K/W
Ergebnis: geeignet
Beispiel 3
Laminatboden 8mm: 0,10m²K/W
Unterlage Pro Acoustic+: 0,01m²K/W
Summe: 0,11m²K/W
Ergebnis: geeignet
Beispiel 4
Teppichboden Dura Derby duraAir „482“ 5mm: 0,08m²K/W
Summe: 0,08m²K/W
Ergebnis: geeignet
Beispiel 5
Marmor 30mm: 0,014m²K/W
Summe: 0,014m²K/W
Ergebnis: hervorragend geeignet
Beispiel 6
Fliesen 13mm: 0,012m²K/W
Summe: 0,012m²K/W
Ergebnis: hervorragend geeignet

Wie man in der Tabelle sehen kann, sind Teppich-, Laminat- und Parkettböden gleichermaßen gut für den Einsatz auf Fußbodenheizungen geeignet. Sicherlich sind die Wärmeleitwerte nicht so optimal wie bei Fliesen- oder Natursteinbelägen, aber wer möchte schon gern Fliesen im Wohnzimmer haben. Wer das möchte, ist eher die Ausnahme. Keine Ausnahme sind allerdings hartnäckige Gerüchte, über die Unzulässigkeit von Teppichboden und Parkett auf Fußbodenheizungen.

Wir haben nun seit zwei Jahren unsere Fußbodenheizung in Betrieb und sind sehr zufrieden damit. Die Vorlauftemperatur liegt (u.a. dank Außentemperaturfühler) bei durchschnittlich 25°C. Die durchschnittliche Raumtemperatur liegt zwischen 21,8 – 22,3°C. Bei dieser Temperatur können wir sogar nur mit einem T-Shirt sitzen. In unserer alten Wohnung im 3.OG mit Wandheizkörpern lag die durchschnittliche Raumtemperatur bei 23,6 – 24,2°C. Hier waren jedoch die Füße recht kalt und wir hatten mindst. einen Pullover an. Unsere jährlichen Gaskosten für Heizung und Brauchwasser liegen bei durchschnittlich 800€ im Jahr (2. Personen, ohne Zirkulationspumpe, ohne Solartechnik).

Wer sich selbst gern über Wärmedurchgangswiderstände verschiedener Fußbodenbeläge aus seriöser Quelle informieren möchte, kann das auf den folgenden Seiten tun.

http://www.heizungsfinder.de/fussbodenheizung/bodenbelaege/waermedurchlasswiderstand

http://www.bricoflor.de/boden/teppichboden.html

http://www.enbausa.de/heizung-warmwasser/aktuelles/artikel/fussbodenheizung-mit-fliesen-am-effizientesten-2568.html

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